In unserer NBS DiaLoge Reihe (Religionen im Gespräch über Gott und die Welt) wurde über Religion und Widerstand diskutiert. Eine aufregende Veranstaltung der NBS DIALOGE mit Armin Langer dem jüdischen Theologen unserem Imam Taha Sabri und der evangelischen Pfarrerin Frau von Bremen in der Moderation. 

Der Widerstand wurde zunächst als soziales Engagement thematisiert, desweitern haben sich die Gäste über den Widerstand als Kampf gegen das Unrecht ausgetauscht. Schlussendlich wurde der Widerstand für die gemeinsamen Werte als wichtiger Teil der interreligiösen Zusammenarbeit beschrieben. Ein inhaltlich aufschlussreiches Gespräch. Ein Beitrag für eine interreligiöse Dialogkultur. Ein Zeichen für den Neuköllner Zusammenhalt.

 

Die Neuköllner Begegnungsstätte e.V. betrachtet die gestrige Podiumsdiskussion mit dem provokantem Titel "Konservativer Islam vs. Liberaler Islam - Realität oder nur leere Worthülsen?" als vollen Erfolg!


Diese Veranstaltung verdeutlichte zum einen, dass muslimische Lebenswelten in Deutschland sich differenzierter darstellen als es die bipolare Bezeichnung mit "konservativ" und "liberal" zu leisten vermag und zum anderen, dass Vertreter verschiedener islamischer Strömungen in der Lage sind friedfertig, sachlich und offen in den Austausch zu treten.

Die Diskussion fing harmonisch an und nahm im weiteren Verlauf an Fahrt auf. Den Höhepunkt stellte die Auseinandersetzung der Podiumsteilnehmer/innen mit den Zuschaueranmerkungen und -fragen dar.

Wir bedanken uns bei allen Gästen und Besuchern für die Teilnahme und hoffen Sie baldmöglichst wieder in unseren Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen!

 

Die Auftaktveranstaltung des europäischen Marsch der Muslime gegen den Terrorismus am Sonntag den 09.07.2017 war zutiefst bewegend und ein großartiges und notwendiges Zeichen. Imame unterschiedlichster Herkunft haben ihre Einigkeit über Recht, Freiheit und Brüderlichkeit öffentlich kundgetan. Sie haben unmissverständlich Terrorismus und Gewalt verurteilt und ein wichtiges Gegenbild geschaffen. 

Die Auftaktveranstaltung des europäischen Marsch der Muslime gegen den Terrorismus am Sonntag den 09.07.2017 war zutiefst bewegend und ein großartiges und notwendiges Zeichen. Imame unterschiedlichster Herkunft haben ihre Einigkeit über Recht, Freiheit und Brüderlichkeit öffentlich kundgetan. Sie haben unmissverständlich Terrorismus und Gewalt verurteilt und ein wichtiges Gegenbild geschaffen. 

Morddrohungen und Beschimpfungen zum trotz, haben sich rund sechzig Imame aus Europa auf dem Weg begeben um zu zeigen: Terrorismus, Mord und Gewalt sind nicht religiös begründbar. 

Während einer siebentägigen Bustour durch Europa bereisen die Imame, Orte an denen Menschenfeinde im Namen der Religion des Islams Terroranschläge verübt haben.
Sie beten an allen Stationen für die Opfer und setzen ein klares Zeichen gegen den Terror.

„Wenn unsere Religion vom IS zur Geisel genommen wird, müssen wir reagieren, sagt Hassen Chalghoumi, Imam im Pariser Vorort Drancy. Gemeinsam mit seinem Freund, dem jüdischen Künstler und Schriftsteller Marek Halter, hat er den Marsch der Muslime gegen den Terrorismus organisiert.

Eine großartige muslimisch-jüdische Initiative, die es in aller Form zu unterstützen gilt.

Als Lokalveranstalter hatte die Neuköllner Begegnungsstättedie die Ehre gemeinsam mit unseren Freunden und Partnern der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde das Projekt in Berlin zu unterstützen und zu begleiten.

Imam M. Taha Sabri gehört selbst zu den reisenden Imamen: “Ich bin es meiner Religion schuldig, sie von Islamismus zu befreien und Gegenbilder zu schaffen“.

 

Prof. Angelika Neuwirth - eine Koryphäe zu Besuch in der NBS.

Am 06.07.2017 Abend wurde der NBS eine besondere Ehre zuteil. Prof. Angelika Neuwirth referierte als Gastrednerin zum Thema "Reformation auch im Islam? Gedanken zu zwei unterschiedlichen Geschichtsmodellen" und stellte sich im Anschluss zusammen mit ihrem Studenten Ferid Heider den Fragen des Publikums.

Prof. Neuwirths Vortrag zeichnete sich insbesondere durch seine historisch-differenzierte Betrachtungsweise aus. Sowohl die Reformation im Christentum als auch die islamische Bewegung um 1300 n.Chr., die sich für zeitgemäße und kontextbezogene Lesarten der religiösen Schriften einsetzte, verglich Prof. Neuwirth unter Berücksichtigung der jeweiligen geopolitischen, wissenschaftlich-technischen und sozialen Rahmenbedingungen miteinander. Dieser Vergleich eröffnete dem Publikum bisher unbekannte Zugänge der historischen Darstellung, weil im hiesigen Bildungssystem und im medialen Diskurs die christlich-abendländische Geschichte (teilweise losgelöst von anderen Einflüssen) im Vordergrund steht und als Maßstab herangezogen wird bei der Auseinandersetzung mit anderen Religionsgeschichten, anstatt die vorhandenen Wechselwirkungen darzustellen. Die rege Beteiligung der Zuhörer an der anschließenden Fragerunde verdeutlichte das hohe Interesse an einem tiefgründigem Verständnis aktueller religiös-begründeter Konflikte durch wissenschaftlich-fundierte Erkenntnisse.Ein insgesamt gelungener Abend, der definitiv der Fortsetzung bedarf! Lobenswert ist abschließend zu betonen, dass seitens einer islamischen Gemeinde ein bedeutendes Themenfeld auf akademischen Niveau behandelt wurde und kostenlos und unkompliziert für jeden zwecks Teilnahme zur Verfügung stand.

interreligiös - interkulturell - spirituell - wahrhaftig und bereichernd, das sind die Worte, die den Abend des 13. Juni 2017 in der NBS wohl am besten beschreiben.



Erneut durften wir mit unseren Bekannten, Freund*innen und langjährigen Kolleg*innen einen wundervollen Abend verbringen und in einer einzigartigen Atmosphäre unser Fasten brechen. Die interessanten Einblicke in die unterschiedlichen Traditionen zum Fasten in den abrahamitischen Religionen regten zu so manch privaten Austausch über die Bedeutung der Enthaltsamkeit für den Glauben an, während uns die musikalische Darbietung von Orhan Senel in den fernen Orient entführte. Imam Taha Sabri sorgte zudem für einen kleinen Überraschungsausflug in die Toscana als er beim Abschied unserer langjährigen Kollegin und Freundin Elisabeth Kruse 'Lasciatte mi cantare' anstimmte.

Wir danken allen Anwesenden und Helfer*innen für ihr zahlreiches Kommen und ihre unglaubliche Unterstützung, ohne die solche wahrhaftigen Begenungen einfach undenkbar wären.

Der 25. Mai 2017 stand ganz im Lichte der interreligiösen Begegnung.

Bereits am frühen Vormittag sind einige Mitglieder unserer Gemeinde der Einladung Pfarrer Germers und Ulrike Trautweins gefolgt und haben an einer ganz besonderen christlichen Messe im Rahmen des Kirchentages teilgenommen.

Während des Freiluftgottesdienstes der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche konnten wir den Gesängen wundervoller Stimmen lauschen und uns von den schönen Worten zum friedlichen Miteinander berühren lassen. Wir sind Ulrike Trautwein, Generalsuperintendantin der EKBO sowie Pfarrer Germer, dem Pfarrer der Gedächniskirche, für diese großartige Gelegenheit sehr dankbar.

Pünktlich um 11.00 startete für unseren Imam Mohammed Taha Sabri von der Gedächtniskirche die meet2respect Tandemtour 2017. In einem Fahrradtaxi fuhr er mit dem Integrationsbeauftragten Andreas Germershausen für Respekt und Toleranz gegenüber Gläubigen, Andres-Gläubigen und Nicht-Gläubigen. Gemeinsam mit Vertreter*innen vieler Religionen und Weltanschauungen setzen sie ein deutliches Zeichen für den Zusammenhalt der Glaubensgemeinschaften. Die Tour endete am Gendarmenmarkt, wo sie bereits viele Menschen an der Langen Tafel der Religionen empfingen, die jährlich den Auftakt der Langen Nacht der Religionen darstellt. An Informationstischen zeigten sich zwei unserer Moscheeguides von ihrer Schokoladenseite und sprachen mit allen Bürger*innen die Interesse zeigten über Gott und die Welt. Mit Charme und Offenheit begegneten sie den Fragen der Menschen und schufen Raum für weitere Begegnungen dieser Art.

Am Abend schließlich fand auch in unserer Moschee die Lange Nacht der Religionen statt. Während der Begegnung à la carte konnten Menschen einander, Islam wie er von unseren Gemeindemitgliedern verstanden wird und unsere Moschee näher kennenlernen und über die wichtige Frage sprechen: Was bedeutet es Bürger*in dieser wundervollen Stadt zu sein? Das anfängliche Speed-Meeting fand bei unseren Besucher*innen großen Anklang, da sie auf diese Weise mit vielen Menschen ins Gespräch kommen konnten. Die Tische wurden immer von zwei unserer jungen Moscheeguides besetzt, die ihrer Aufgabe meisterlich nachgekommen sind und sich hingebungsvoll um die Besucher*innen gekümmert haben. Die anschließenden persönlichen Moscheeführungen rundeten den ersten Teil der Veranstaltung ab.

 Während der Diskussion im Fischglas zwischen  

● Winfriede Schreiber, ehemalige Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes und Vorstandsvorsitzende von Leadership Brandenburg

● Arnold Mengelkoch, Integrationsbeauftragter Neukölln

● Susanne Sander, Bürgerplattform WIN-Wir in Neukölln

● Ármin Langer, Student der jüdischen Theologie und Gründer der Initiative Salaam Schalom und

● M. Taha Sabri, Imam und Vorstandsvorsitzender der Neuköllner Begegnungsstätte e.V.

wurden wichtige Aspekte des Zusammenlebens besprochen. Es war ein anregendes Gespräch bei dem Ideen im Umgang mit den Herausforderungen unserer Stadt im Fokus standen.

Das gemeinsame Essen am Ende der Veranstaltung beförderte den herzlichen Austausch zwischen allen Teilnehmer*innen und schloss den wunderbaren interreligiösen Tag ab. Mit dem Wunsch sich bald wieder zu sehen, gemeinsam den Dialog der Religionen in der Stadt noch stärker zu gestalten und gegen intolerantes Gedankengut einzustehen, gingen alle Besucher*innen und Veranstalter*innen heim.