Die Neuköllner Begegnungsstätte verurteilt jegliche Form von Gewalt und Terror. Der Anschlag in Manchester ist aus ihrer Sicht ein deutliches Zeichen von unmenschlicher Boshaftigkeit, das zu keinem Zeitpunkt relativiert werden darf und kann. Imam Taha Sabri äußert sich klar und unmissverständlich: „Subjekte die andere Menschen bewusst töten oder zu töten bereit sind, haben jeglichen Funken Menschlichkeit verwirkt. Weder wir, noch Gott - wie ich und meine Gemeinde ihn verstehen - werden jemals solch ein Gräuel verzeihen.“ Weiterhin sagt er zum stärkeren Bemühen in der Deradikalisierungsarbeit: „Einmal mehr wird deutlich wie wichtig es ist, dass wir als Theologen, Gemeinden und Gesellschaften enger zusammenarbeiten um junge Menschen von der Schlechtigkeit und Absurdität von Terrorismus zu überzeugen. Wir in unserer Gemeinde werden nicht ruhen, bis wir alles in unserer Macht stehende getan haben, um die Wiederholung solcher Taten zu verhindern.“ Die Neuköllner Begegnungsstätte betet geschlossen für die Opfer, Verletze und ihren Angehörige.

 


Mit Entsetzen haben wir den Medien entnehmen müssen, dass Schüler*innen jüdischen Glaubens aufgrund ihrer Religion von muslimischen Mitschüler*innen gehänselt, beschimpft und bedroht wurden und werden. Wir verurteilen dies sehr und appellieren an alle, die sich als muslimisch betrachten, sich auch unserem Glauben würdig zu verhalten. Die Diskriminierung von Andersgläubigen lässt sich nach unserer Überzeugung nicht mit dem islamischen Glauben rechtfertigen.


Koran 49,13: „O ihr Menschen! Ich erschuf euch als Mann und Frau und machte euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander ken nen lernt. Wahrlich, vor Gott ist von euch der Angesehenste, welcher der Got tesfürchtigste ist. Wahrlich, Gott ist allwissend, allkundig.“


Abgesehen davon vertreten wir, die zwischen jüdischen und muslimischen Vertreter*innen gemeinsam formulierte Grundsatzerklärung zum friedlichen Zusammenleben http://meet2respect.de/islam-judentum/grundsatzerklaerung/ und bieten an, gemeinsam mit jüdischen Vertreter*innen im Rahmen des Projektes meet2respect die Friedenauer Grundschule und andere Schulen zu besuchen, in denen es zu antisemitischen Äußerungen durch muslimische Schüler*innen kam. 
 

Pressemitteilung

Berlin, den 21.12.2016

Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz hat die Neuköllner Begegnungsstätte e.V. zutiefst erschüttert.

M. Taha Sabri, Imam und Vorstandsvorsitzender der NBS verkündete: "In Trauer und tiefer Verbundenheit mit den Opfern und deren Angehörigen, werden sich unsere Mitglieder am Freitag, den 23.12.2016, zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche begeben und dort eine Mahnwache abhalten. In der Zeit von 17:00 bis 18:00 Uhr versammeln sich Angehörige unserer Gemeinde auf den Breitscheidplatz und werden mit Kerzen und Schildern zum Ausdruck bringen, wie sehr uns das Geschehene ergreift und entsetzt."

Deutlich möchte die Dar Assalam Moschee ihre Haltung zu dieser Gräueltat kundtun und ein Zeichen setzen, denn es steht außer Frage, dass nichts eine solche Tat rechtfertigen kann!

Um einen kleinen symbolischen Beitrag für den Wiederaufbau der zerstörten Baulichkeiten zu leisten, wurde ferner die Gemeinde aufgefordert, am Freitag auf dem Weihnachtsmarkt verstärkt einzukaufen und die Händlerinnen und Händler finanziell so gut wie möglich zu unterstützen.

Der Vorsitzende der Neuköllner Begegnungsstätte brachte weiterhin mit folgenden Worten die Gefühle seiner Gemeinde zum Ausdruck: "Als Berlinerinnen und Berliner, aber vor allem als Menschen sind wir sprachlos und schockiert, doch das darf uns nicht in einen Zustand der Untätigkeit versetzen. Gerade jetzt ist es unabdingbar, dass wir in dieser wundervollen pluralen Stadt wie seit jeher solidarisch, mutig und offen gerade aufgrund aller Unterschiede und Gemeinsamkeiten zusammenstehen. Fanatismus und Gewalt sind die Feinde allen Lebens und aller Religionen. Als Muslime beten wir für jene, die in diesem unsäglichen Augenblick ihr Leben oder Angehörige verloren haben sowie für alle Verletzte."